NEW BERLIN FILM AWARD „BESTER SPIELFILM“ Preis für den besten Spielfilm für »Weitertanzen« von Friederike Jehn Am Anfang steht Arnos Heiratsantrag und Marens „Ja“ lässt scheinbar keine Fragen offen. Eine beiläufige Reaktion eines Kollegen zeigt den ersten Riss in Marens selbstsicherer Fassade, aber das ist bloß der Anfang einer filmischen Reise voller Irritationen und Zweifel, der man sich schwer entziehen kann und auf die man so erstmal nicht gefasst ist. Alles an dieser Hochzeitsfeier scheint Wunschtraum und Ängste gleichzeitig in sich zu vereinen, angefangen von der idyllisch-nostalgischen Hotelanlage, die zum grotesken Labyrinth verkommt, über das üppige Brautkleid, dass sich auch als fluchttauglich beweisen muss, bis hin zur gutgelaunten Hochzeitsgesellschaft, die mehr um sich selbst kreist, als sich ernsthaft den Bedürfnissen der Brautleute zu widmen. Nach und nach entwickelt sich die individuelle Liebesgeschichte zu einer universellen Parabel über tief sitzende Ängste und Unsicherheiten. Dass man dabei als Zuschauer nicht verloren geht, liegt an der erfolgreichen Zusammenarbeit von Regie, Kamera, Szenenbild und der durch die Bank weg großartigen Schauspieler - allen voran Marie-Christin Friedrichs als Maren. Friederike Jehns Stärke als Regisseurin und Autorin: Sie bricht gängige Klischees und nimmt ihrer Figuren trotz überspitzter Darstellung ernst. Friederike Jehn hat es geschafft uns als Jury mit ihrem ersten Langfilm in ihren Bann zu ziehen. »Weitertanzen« entführt den Zuschauer mit seiner unkonventionellen Bildsprache an einen hermetischen Ort, der so realistisch wie surreal ist. Dass diese beiden Ebenen spielend bedient werden ohne dass der Film unentschieden wirkt, zeigt das Talent der Regisseurin, die wir mit diesem Preis ermutigen wollen an ihrer ganz eigenen Handschrift festzuhalten und damit weiter zu arbeiten. |
PRESSESTIMMEN
ad WEITERTANZEN In ihrem Spielfilmdebüt "Weitertanzen" erzählt Friederike Jehn von großen Themen wie Misstrauen, Selbstbetrug und Identitätssuche: Die junge Maren (Marie-Christine Friedrich) will mit einem rauschenden Hochzeitsfest ihre Liebe für den Mann ihres Lebens besiegeln. Doch ihr Wunsch, alle Zweifel zu beseitigen, lässt das Fest zu einem Abgrund werden, der sie zwingt, sich ihren Unsicherheiten zu stellen. Die Jury urteilte: "Mit bewundernswerter Sicherheit lässt die Regisseurin ihre Figuren zwischen Realität und Surrealität, Romantik und romantischer Ironie, Tragik und Groteske, Traum und Albtraum agieren, hält sie das prekäre Spiel am Rande des Horrors subtil in der Schwebe. Ein Stück opulentes Kino, voller Sinnlichkeit und leiser Trauer - mit filmischer Präzision, Liebe zum Detail und viel Verstand gemacht." (Presseportal SWR) „Weitertanzen“ oder die ultimative Horrorhochzeit, ist ein mit Symbolen aufgeladener Film. Die Filmemacherin Friederike Jehn versucht die Ängste der Hauptfigur – der Braut Maren – stark zu visualisieren und arbeitet viel mit bildlichen Metaphern und der Zuordnung von bestimmten Ängsten zu bestimmten Personen. Ein Konzept , das weitestgehend aufgeht. Bald fühlt sich der Zuschauer genauso gehetzt und deplaziert auf der Hochzeit wie Maren. Sie nimmt ihn mit auf ihre emotionale Achterbahnfahrt mit ihren Höhen und Tiefen. Die Handlung wird von der Hauptdarstellerin Marie Christine Friedrich sehr gut getragen und auch die beiden männlichen Protagonisten Barnaby Metschurat und Stipe Erceg füllen ihren Parts aus. Aufgrund der überall platzierten Symbolik wirkt der Film jedoch insgesamt sehr anstrengend und lässt ein wenig die Leichtigkeit vermissen. So bleibt der Zuschauer nach einem abrupten Ende etwas erschlagen zurück. (www.moviesection.de) ad WEITERTANZEN Das MFG-geförderte Spielfilm-Debüt von Friederike Jehn gewinnt den EASTMAN Förderpreis Bei den Internationalen Hofer Filmtagen wurde Friederike Jehns Spielfilm der mit 4.000 Euro dotierte Nachwuchspreis der Eastman Kodak Company verliehen. WEITERTANZEN ist eine MFG-geförderte Koproduktion der Ludwigsburger Gambit und Alexander Funk sowie Florian Rothenberger mit dem Südwestrundfunk für die Reihe "Debüt im Dritten" (Redaktion Brigitte Dithard). Seine Baden-Württemberg-Premiere feiert der Spielfilm bei den Biberacher Filmfestspielen am 31. Oktober 2008. In WEITERTANZEN erzählt die Autorin und Regisseurin Friederike Jehn von den Ängsten Marens (Marie-Christine Friedrich), die sich mit ihrem Exfreund Peter (Stipe Erceg) auf die Flucht von ihrer Hochzeit mit Arno (Barnaby Metschurat) begibt. Erst als sie es schafft, die Unsicherheit zu akzeptieren, kann sie erschöpft, aber mit Zuversicht zurückkehren, um sich in den Trümmern der Hochzeit Arnos Zweifeln zu stellen. Maren hat angefangen, an ihre Kraft zu glauben. Ihr Spielfilm-Debüt drehte die Filmakademie-Absolventin Friederike Jehn im Herbst 2007 im baden-württembergischen Freudenstadt. Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg hat WEITERTANZEN im Rahmen des Programms "Fifty-Fifty" mit dem Südwestrundfunk maßgeblich mitfinanziert. Der EASTMAN Förderpreis wird seit 1984 an besonders begabte Nachwuchstalente der deutschen Filmbranche vergeben, wobei herausragende kreative Leistungen und Eigenständigkeit im Vordergrund der Bewertung stehen. ad Theaterstück SPIELWIESE ZWEI ZUM QUADRAT [...] ...wunderbare Möglichkeiten zu Soloauftritten, die von der Regisseurin Nina Gabriel und den vier Schauspielern lustvoll ausgekostet werden – zum Vergnügen des Publikums, das viele Szenen des Premierenabends mit Applaus bedacht hat. [...] Nina Gabriel hat sehr genau inszeniert mit einem sicheren Gefühl für Rhythmus, ist nicht davor zurückgeschreckt, den kühlen, auf die typisierten Möchtegerne perfekt zugeschnittenen Bühnenraum mit Beleuchtungskitsch und musikalischem Bombardement hochexplosiv aufzuladen und war trotzdem imstande, die Aufführung nicht in den Klamauk abgleiten zu lassen. [...] Dolomiten [...] Die Regisseurin Nina Gabriel hat das Stück wahrlich aufgepeppt [...] So bleibt das Publikum am Puls der Story oder sollte es, und Regisseurin Gabriel sorgt dafür, indem sie die Schauspieler witzig und grotesk sein lässt, oder streng und großartig pathetisch wie Brigitte Jaufenthaler. [...] Die Darstellerinnen Jaufenthaler und Friedrich sind eloquent und präsent, Lukas Lobis bleibt genau in seiner Rollenzeichnung des unbeteiligten Egozentrikers [...]. Den Inhalt des Stückes könnte man zusammenfassen mit dem Aufzeigen der Missverständniskultur, die Form ist in der Inszenierung von Nina Gabriel jedoch das Ausschlaggebende und das läuft wie ein Uhrwerk, manchmal sogar wie ein Feuerwerk. Mittagsmagazin, Rai Sender Bozen ad TOUT EST PARDONNÉ [...] "Je travaille le matin, je me promène l’après-midi et le soir, je me drogue." Avec Tout est pardonné, son premier long métrage présenté ce midi à la Quinzaine des réalisateurs, la jeune cinéaste franco-danoise Mia Hansen-Löve (26 ans) s’est attaqué avec une grande maîtrise à l’épineux sujet de l’impact de la toxicomanie sur la vie d’un couple d’Européens (une Autrichienne et un Français) à peine trentenaires et parents d’une fillette de six ans. Bâti sur un scénario très solide signée par la réalisatrice et sur une mise en scène aussi sobre qu’efficace, le film restitue parfaitement les méandres de l’addiction (dans un registre quasi documentaire) et la chronique des sentiments contradictoires des deux principaux protagonistes interprétés avec justesse par Marie-Christine Friedrich et Paul Blain. [...] (www.cineuropa.org, 19. Mai 2007) ad Theaterstück DIE DUMMHEIT [...] „Wir leben im Zeitalter der Gleichzeitigkeit“ – dieses Foucault-Zitat wird hier sogleich unter Beweis gestellt. Fünf Geschichten auf einmal rasen am staunenden Publikum vorbei. Verhaken sich ineinander, trennen und vernetzen sich. Irgendwann zwischen den 80ern und heute treffen in den Motels und Vorgärten von Las Vegas 24 Menschen aufeinander. Sie sind Jäger und Gejagte, wollen alle mehr vom Leben. Die Habgier und den Geiz umkreist „Die Dummheit“ des argentinischen Autors Rafael Spregelburd – die sieben Todsünden der Heptalogie des Hieronymus Bosch bringt er Stück für Stück auf die Bühnen. Wie jetzt im Wiener KosmosTheater Teil vier unter der Regie von Katrin Schurich auf rasante, reizvolle Weise. In einem wilden Karussell wirbeln die Lebensgeschichten umher: Die des Wissenschaftlers Finnegan, dessen Sohn die Forschungen des Vaters zu Geld machen will. Die einer Spielergemeinschaft, die zusammen das Casino knacken will und dabei nicht recht glücklich wirkt. Die zweier schwuler Sheriffs, die die Liebe suchen, aber einen Geldkoffer mit einer halben Million Dollar finden. Die eines erfolglosen Schauspielers, der ohne seine kranke Schwester seiner Meinung nach auch mehr Erfolg bei Frauen hätte. Und die eines Gaunerpärchens, das ein leeres Bild verkaufen will. Das anfangs verwirrende Who is Who der 24 Rollen kann zum Glück im Programmheft mitverfolgt werden. Die Gestaltung durch die fünf (!) Schauspieler löst allerdings schon bald alle Wirren. Grandios und teils sehr komödiantisch switchen Marie-Christine Friedrich, Barbara Gassner, Georg Reiter, Christian Strasser und Sebastian Wendelin die Charaktere, wechseln in Sekunden Kostüme, Launen und Frisuren. Mit einer Dynamik, die den fast dreistündigen Abend richtig kurzweilig macht. Rasantes Vergnügen. (Wiener Zeitung, 19. 1. 2007) ad Theaterstück GLAUBE LIEBE HOFFNUNG "Die Premiere des Stücks von Ödön von Horváth geriet eindrucksvoll... Der Mix zwischen auswärtigen und lokalen Darstellern ist gelungen, das Team von Thomas Seeber hat eine in jeder Beziehung reife Leistung auf die Bretter gebracht." Z - die Zeitung am Sonntag "Zisterers Inszenierung hält die Spannung bis zum Schluss, die Figuren sind gut gezeichnet."Tiroler Tageszeitung "René Zisterer läßt diese Geschichte - mit den Kostümen aus den 1930er-Jahren, aus der Entstehungszeit des Stückes - sehr zart erzählen - und sehr streng. Auch dann, wenn es laut wird oder arrogant, Kapitalismus oder Justiz keine Gnade kennen, bleibt eine Zerbrechlichkeit spürbar. Die Auftritte der einzelnen Figuren sind sehr genau bemessen und Andreas Lungenschmid hat ins Studiotheater eine Bühne gebaut, die immer wieder neue Räume öffnet und so komplex und einfach ist wie das Stück und die Inszenierung... "Glaube Liebe Hoffnung" überrumpelt den Zuschauer nicht. Er kann dennoch, wenn er genau hinschaut, etwas für das Heute entdecken." ff |
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